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Haare, Massage und der erste „China-Preis-Trick“

Mein heutiger Ruhetag begann entspannt: Am Morgen schnitt ich die letzten beiden Reels fertig und aktualisierte meinen Blog. Gegen Mittag machte ich mich zu Fuß auf in die Stadt und landete bei einem Friseur. Eigentlich wollte ich nicht nur meine Haare schneiden lassen, sondern auch meinen Bart stutzen. Doch da fast alle Chinesen entweder keinen Bart oder nur sehr wenig Bartwuchs haben, konnte der Friseur das leider nicht anbieten.

Der Laden gehörte drei jungen Leuten – zwei Friseuren und einer Friseurin, alle gerade einmal 24 Jahre alt. Es war leer, sodass ich sofort drankam. Während des Haarschnitts unterhielt ich mich mit den beiden Jungs per Translator-App. Irgendwann fragte ich sie, ob sie einen Massagesalon in der Nähe kennen. Die beiden brachten mich tatsächlich persönlich dorthin und übersetzten für mich.

Die Preise waren allerdings hoch: 28 € für 80 Minuten – in einem Land, in dem mein Mittagessen sonst kaum mehr als 2 € kostet. Aber gut, manchmal will man sich einfach etwas gönnen. Und es hat sich gelohnt: Die Massage war wirklich gut und ich fühlte mich danach deutlich erholter.

Anschließend suchte ich einen Handyshop auf, um eine neue Schutzfolie zu kaufen. Vor ein paar Tagen war mein Handy bei einer ziemlich dummen Aktion in einen Wasserlauf gefallen – ich hatte versucht, über ein Wasserrohr einen kleinen Graben zu überqueren. Zum Glück funktioniert es noch, nur die Folie musste ersetzt werden.

Im Laden passierte dann etwas, das mir zum ersten Mal in China so auffiel: Ich fragte nach dem Preis, und der Verkäufer tippte 50 Yuan in den Taschenrechner. Ich verzog das Gesicht, und keine fünf Sekunden später stand dort 20 Yuan (2,20 €). Inklusive Anbringen und Reinigung – das war dann wieder ein absolut fairer Preis.

Zum Abendessen entdeckte ich ein winziges Restaurant, in dem ich die bisher günstigste Mahlzeit meiner gesamten China-Reise bekam: 1 € – und dazu noch sehr lecker. Zurück im Hotel plante ich meine Kurzvideos für die nächsten Tage vor, da ich nicht weiß, wie gut das Internet in den kommenden Bergen sein wird.

Dann hieß es: ein letztes Mal für längere Zeit ins weiche Hotelbett kuscheln. Morgen geht’s wieder auf die Straße.