Zurück auf der Straße: Abschied von Bishkek und hinein ins Bergparadies
Heute Morgen klingelte der Wecker bereits um 6:00 Uhr. Nach einem kräftigenden Frühstück – Porridge mit Apfel – packte ich meine Sachen und machte alles abfahrbereit. Gegen 8:00 Uhr verabschiedete ich mich ein letztes Mal von HaiDOS, dem Fahrradmechaniker, der mir in den letzten Tagen wirklich eine große Hilfe war. Die Möglichkeit, kostenlos bei ihm zu übernachten, meine Ausrüstung sicher zu lagern und bei technischen Fragen einen Experten direkt vor Ort zu haben, war ein absoluter Glücksfall für mich.
Die Ausfahrt aus Bischkek war wie erwartet abenteuerlich: dichter Verkehr, drängelnde Autos und schwer beladene LKWs, die sich durch die Stadt schlängelten. Doch nach etwa 20 Kilometern wurde es ruhiger – der Verkehr lichtete sich, und die Straße gehörte wieder mehr mir und meinem Rad. Große LKWs und einzelne Autos zogen nun nur noch in größeren Abständen an mir vorbei.
Je weiter ich fuhr, desto näher kamen die Berge – und das Panorama war schlichtweg atemberaubend. Zum Glück war das Wetter heute auf meiner Seite: leichte Bewölkung, kaum Sonne, angenehme 28 °C – perfekte Bedingungen für einen langen Tag auf dem Sattel.
Nach 100 Kilometern wurde die Strecke zunehmend bergiger und damit auch steiler. Doch da die Straße sehr gut geteert war, ließ sich der Anstieg gut fahren. Schließlich verließ ich die Hauptstraße und folgte einem schottrigen Weg, der mich noch ein Stück höher in die Berge führte.
Dort fand ich einen wunderbaren Schlafplatz, abseits der Straße, umgeben von Berggipfeln und einem eindrucksvollen Panorama. Ein Ort zum Durchatmen. Ich kochte mir Nudeln, was nach 135 Kilometern und 900 Höhenmetern mehr als verdient war.
Ein gelungener erster Tag zurück auf der Straße – körperlich fordernd, aber seelisch erfüllend.





