Ein wohlverdienter Ruhetag in Kalaikhum
Heute ließ ich den Morgen ruhig angehen. Ich hatte mir fest vorgenommen, einen Ruhetag einzulegen – die letzten Etappen auf dem Pamir Highway hatten es wirklich in sich.
Natürlich ist „Pause“ relativ. Auch an einem Ruhetag gibt es einiges zu tun: Ich überarbeitete die Texte für meine Website und wollte diese mit passenden Bildern ergänzen. Leider reichte der Internetempfang nicht aus, um die Inhalte auch hochzuladen.
Stattdessen konzentrierte ich mich auf die Produktion meiner Kurzvideos für Social Media. Insgesamt schnitt, vertonte und untertitelte ich sechs neue Clips – ein echter Kraftakt, besonders bei der langsamen Internetverbindung, die den Prozess noch zusätzlich verzögerte.
Am Mittag machte ich einen kurzen Abstecher in den Supermarkt und kaufte Haferflocken und Obst. Daraus zauberte ich mir ein leckeres Müsli – das Frühstück, das ich sonst täglich esse, wenn ich nicht gerade auf Radreise bin. Der Geschmack rief direkt Erinnerungen an mein Leben vor der Reise wach.
Später am Tag nahm ich mir noch die Zeit, mein Fahrrad zu putzen, und spazierte erneut zum Fluss, der Tadschikistan von Afghanistan trennt. Immer wieder beeindruckte mich, wie nah und doch wie verschieden diese zwei Welten sind – getrennt nur durch das Wasser.
Beim Abendessen im Hostel traf ich zwei weitere Touristen – ebenfalls aus Deutschland. Sie hatten sich in Osh ein Auto gemietet und erkundeten den Pamir Highway auf vier Rädern in 20 Tagen. Natürlich deutlich schneller als ich mit dem Fahrrad, aber dennoch waren sie neugierig auf meine Erlebnisse. Wir unterhielten uns lange über unsere Eindrücke, Routen und Begegnungen.
Bevor ich schlafen ging, widmete ich mich noch dem Hochladen und Planen meiner Videos. Da ich wusste, dass ich in den nächsten Tagen nur sehr selten Empfang haben würde, wollte ich alles vorbereiten. So werden die Videos automatisch zu festgelegten Zeiten veröffentlicht – ohne Stress, ganz entspannt.




