Tag
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Ankunft in Aktau – Weiterfahrt in Zentralasien

Der Flug verlief zum Glück völlig reibungslos, und mitten in der Nacht landete ich in Aktau, Kasachstan. Gemeinsam mit dem anderen deutschen Radreisenden, Vincent, nahm ich ein Taxi zum Hotel, das ich bereits im Voraus gebucht hatte. Ich lud ihn kurzerhand ein, dort mit unterzukommen.

Vor dem Hotel bauten wir unsere Fahrräder direkt wieder zusammen und prüften, ob der Transport alles heil überstanden hatte. Zu unserer Erleichterung funktionierte alles einwandfrei – keine Schäden, nichts verzogen, alles saß, wie es sollte.

Ohne Schlaf und ziemlich übermüdet genehmigten wir uns noch ein Frühstück, bevor wir endlich ins Bett fielen. Sieben Stunden später – es war schon 16:30 Uhr – wachten wir einigermaßen erholt wieder auf. Ich pumpte die Reifen meines Rads noch einmal ordentlich auf, denn Vincent und ich wollten die Stadt erkunden und den Sonnenuntergang am Kaspischen Meer erleben.

Unser kleiner Ausflug wurde dann jedoch zur Benzin-Odyssee. Die erste Tankstelle existierte nicht mehr, die zweite führte nur Gas, die dritte ebenfalls. Erst bei der vierten wurden wir fündig. Ein äußerst freundlicher Kasache füllte unsere Benzinflaschen und weigerte sich sogar, Geld dafür anzunehmen. Solche Momente der Gastfreundschaft schätze ich immer ganz besonders – sie bleiben hängen.

Zurück im Hotel machten wir uns dann selbst ein Abendessen: Couscous, Gemüse und Kartoffeln – einfach, aber lecker.

Technisch lief an diesem Tag nicht alles ganz so rund: Ich hatte große Probleme, meine eSIM zu aktivieren. Die Verbindung brach ständig ab, nichts funktionierte richtig. Nach mehreren Versuchen gab ich schließlich auf und kaufte eine neue eSIM. Diese lief endlich stabil, hatte allerdings nur 2 GB Datenvolumen, statt unbegrenztem. Nicht ideal, aber immerhin hatte ich jetzt wieder Verbindung zur Welt. Ich werde eben sparsam damit umgehen und meine täglichen Kurzvideos nur über WLAN hochladen.

Erschöpft, aber zufrieden über die ersten positiven Eindrücke in Kasachstan, fielen wir beide müde ins Bett – bereit für den nächsten Abschnitt dieses Abenteuers.