Von Şarköy nach Çanakkale – Eine Tagesetappe entlang des Mittelmeers
Am Morgen packte ich mein Gepäck und brach um 10:00 Uhr in Şarköy auf. Da abseits der Schnellstraße lediglich sehr schlechte Schotterpisten oder erhebliche Umwege zur Verfügung standen, entschied ich mich bewusst für die Hauptverkehrsroute.
Bei milden 17 °C, jedoch mit kräftigem Gegenwind, radelte ich entlang der Landzunge am Mittelmeer. Zwar entfielen große Anstiege, doch summierten sich zahlreiche kleinere Steigungen, die meine Kräfte forderten. In einem guten Rhythmus unterwegs, gönnte ich mir erst nach 100 Kilometern am Fähranleger von Kilitbahir eine ausgedehnte Pause. Dort stärkte ich mich mit Käsebrötchen, mit Butter gefüllten Blätterteigtaschen, Sesamkringeln, Äpfeln und Keksen.
Um 16:00 Uhr setzte ich mit der Fähre nach Çanakkale über. An Bord kam ich mit einem freundlichen Kanadier ins Gespräch, der auf einer Busreise von Istanbul bis Kappadokien unterwegs war. Wir tauschten uns über unsere bisherigen Reiseerlebnisse und meine Eindrücke von der Türkei aus – es ist immer wieder bereichernd, wie leicht man unterwegs mit Fremden ins Gespräch kommt.
Nach der Ankunft in Çanakkale folgten weitere 20 Kilometer, vorbei an einer eindrucksvollen Moschee, bis ich schließlich inmitten der mediterranen Landschaft einen geeigneten Zeltplatz fand. Leider trübte achtlos weggeworfener Müll vielerorts den Charme dieser ansonsten so idyllischen Küstenregion.






