Tag
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Ein weiterer ereignisreicher Tag und die Rückkehr nach Şarköy

Am Morgen erwachte ich im Hotel und genoss ein reichhaltiges Frühstück mit frischem Brot, Honig, Marmelade, Butter, einem weich gekochten Ei und einer Tasse Tee – der ideale Start in den Tag.

Bereits am Vorabend hatte ich bei demselben Guide, der mich tags zuvor durch Sultanahmet geführt hatte, eine zweite Free-Walking-Tour gebucht. Diese sollte tiefer in die Geschichte Istanbuls und der Türkei eintauchen, den Islam beleuchten und mir noch umfassendere Einblicke in die Kultur ermöglichen. Heute führte uns die dreistündige Tour zu weiteren bedeutenden Moscheen sowie auf den Gewürz- und Ägyptischen Basar. Die intensiven Erklärungen und die Fülle an Details ließen mich die Stadt und ihre Geschichte mit ganz anderen Augen sehen. Anschließend lud mich der Guide in seinen Laden zu Tee, Lokum und Baklava ein – eine köstliche Abrundung des Vormittags.

Am Nachmittag stand der Erwerb einer leichteren Film‑Drohne auf dem Programm, mit der ich die Schönheit der türkischen Landschaften aus der Luft dokumentieren wollte. Leider stieß ich auf ein Kartenlimit, das sich vor Ort nicht anpassen ließ. Ich durchstreifte mehrere Banken und Geldautomaten – erfolglos. Erst ein von meinem Vater übermittelter Zahlungslink aus dem türkischen DJI-Store ermöglichte schließlich den Kauf. Der Aufwand war beträchtlich, doch nun besitze ich wieder eine Drohne.

Im Anschluss galt es, zurück zum Busbahnhof zu gelangen. Der dichte Nachmittagsverkehr Istanbuls, das unübersichtliche Busnetz und die ständige Hektik setzten mir zu. Erst fand ich die Haltestelle nicht, dann fielen Busse aus und der Stau wurde immer dichter. Um 16:55 Uhr erreichte ich gerade noch rechtzeitig den Busbahnhof, sodass mein Bus um 17:00 Uhr planmäßig abfahren konnte. Erleichtert atmete ich auf, als wir uns in Bewegung setzten – ein solches Verkehrschaos mit dem Fahrrad zu durchqueren, wäre einem Selbstmordkommando gleichgekommen.

Nach einer weiteren viereinhalbstündigen Fahrt erreichte ich erschöpft Şarköy. In Mustafas Hotel, wo mein Fahrrad und meine Ausrüstung sicher untergebracht waren, durfte ich erneut ein Zimmer beziehen. Mustafa hatte sogar am Vorabend extra für mich einen vegetarischen Döner und eine süße Nachspeise zubereiten lassen, obwohl die Küche bereits geschlossen war. Für diese Gastfreundschaft und seine großzügige Hilfe bin ich ihm zutiefst dankbar.

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