Ein Tag in Istanbul – Zwischen Busfahrt, Free Walking Tour und kulinarischen Entdeckungen
Am Morgen stieg ich um 7:45 Uhr in den Bus nach Istanbul. Als Proviant hatte ich mir einige Sesamkringel und frisches Obst eingepackt. Die vierstündige Fahrt verlief ruhig und pünktlich erreichte ich um 12:00 Uhr die pulsierende Metropole.
Vom Busbahnhof aus kämpfte ich mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch den dichten, hektischen Verkehr zum Sultanahmet-Viertel, wo die Blaue Moschee als Orientierungspunkt diente. Hungrig entdeckte ich in einer Seitenstraße ein kleines Lokal, das Kumpir anbot – eine im Ofen gegarte, in Öl gebackene Riesenkartoffel, deren cremiges Inneres an Kartoffelpuffer erinnert. Dieses neue Gericht begeisterte mich auf Anhieb.
Um 14:30 Uhr nahm ich an einer zuvor gebuchten Free Walking Tour teil. Weil ich zuvor noch zum Goldenen Horn und zur Bosporusbrücke blicken wollte, unterschätzte ich die Distanzen in Istanbul und wählte kurzerhand ein Taxi zum Treffpunkt – wenn auch zu einem stolzen Preis von 20 € für acht Minuten Fahrt. Pünktlich angekommen, erlebte ich eine lebendige, informativ gestaltete Führung, die in knapp zweieinhalb Stunden die wichtigsten historischen und kulturellen Höhepunkte der Altstadt näherbrachte.
Anschließend setzte ich mit der Fähre nach Beşiktaş über. Dort empfing mich eine lebendige Essenskultur: Ich genoss einen vegetarischen Falafel-Döner und rundete das Mahl mit einer Kombination aus warmem Topping und kaltem Vanilleeis ab – eine köstliche Versuchung.
Die nächste Fähre brachte mich nach Kadıköy auf der asiatischen Seite Istanbuls. Ein markanter Unterschied zum europäischen Ufer war nicht spürbar; Kulturgrenzen verlaufen hier fließend. Nach Sonnenuntergang erkundete ich die belebten Gassen, bevor ich zurück nach Sirkeci fuhr. Spontan buchte ich ein zentrales Hotelzimmer für 18 € inklusive Frühstück – ein echtes Schnäppchen, das bis auf einen undichten Duschkopf keinerlei Wünsche offenließ.
Nach rund 25.000 Schritten und etwa 20 Kilometern Fußweg inmitten des geschäftigen Treibens – Autoverkehr, Hupkonzerte, Gebetsrufe und die Stimmen von Millionen Menschen – ließ ich mich erschöpft ins Bett fallen. Die Fülle an Eindrücken machte diesen Tag in Istanbul zu einem unvergesslichen, wenn auch anstrengenden Erlebnis.







