Tag
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Heute begann meine erste Etappe der Alpendurchquerung. Um 9:00 Uhr morgens startete ich in Salzburg und kam den Bergen Stück für Stück näher. Nach etwa 60 km begann der erste große Berg. Der Anstieg führte 11 km und 750 Höhenmeter hinauf. Die Straße war größtenteils 15 % steil, was den Aufstieg mit viel Gepäck ziemlich anspruchsvoll machte. Doch je weiter ich kam, desto mehr sah ich die schneebedeckten Berge vor mir und konnte die fantastische Aussicht genießen.

Nachdem ich Untertauern durchquert hatte, führte mich Komoot auf einen weiteren Fahrradweg, der nicht an der Hauptstraße entlangging. Das klang zunächst gut, also vertraute ich auf die Route – doch plötzlich stand ich ein paar Kilometer später auf einer Langlaufloipe. Da der Rückweg zu aufwändig gewesen wäre, schob ich mein Fahrrad zweieinhalb Kilometer durch den Schnee. Auch das war ein sehr anstrengendes Unterfangen, aber ich achtete darauf, die Langlaufloipe nicht zu beschädigen. Spätestens ab diesem Moment wurde mir klar, dass ich nun mitten in den Bergen und auf großer Höhe war.

Nach einer schweißtreibenden Auffahrt kam ich um 18:00 Uhr in Obertauern an. Es schneite stark, und die Temperaturen fielen immer weiter in den Minusbereich. Ich war völlig erschöpft von dieser Etappe mit 1800 Höhenmetern und über 100 km Strecke. Also fragte ich einen Einheimischen nach dem günstigsten Hotel und entschied mich, in der Hotel Traverne einzukehren. In der Nacht schneite es weiter, und die Temperatur sank auf -8°C. Im Zelt wäre es bei diesen Bedingungen ziemlich ungemütlich geworden.