Endlich wieder ein fertiges Fahrrad
Am heutigen Morgen stand ich wieder ausgeschlafen auf. Mein Aufenthalt in Hiroshima hatte sich unerwartet verlängert, nachdem erneut eine Speiche an meinem Fahrrad gebrochen war. Da ich nun auf die Reparatur warten musste, nahm ich mir ein Uber und brachte meine Fahrradtaschen zunächst zum Fahrradladen, wo mein Fahrrad gerade repariert wurde.
Dort bekam ich dann überraschend gute Nachrichten: Der Mechaniker meinte, dass mein Fahrrad voraussichtlich bereits am Abend fertig sein würde. Ursprünglich hatte er noch damit gerechnet, erst am nächsten Tag oder sogar später fertig zu werden. Das stimmte mich direkt optimistisch, denn so würde mir am folgenden Tag noch ein kompletter Fahrtag zur Verfügung stehen und nicht nur ein halber.
Anschließend lief ich mit meinem Rucksack zu meinem Hostel, in dem ich für eine Nacht unterkam. Dort setzte ich mich in den Gemeinschaftsraum und machte mich zunächst an meine letzten beiden Kurzvideos. Danach stand noch eine deutlich größere Aufgabe an: meine Website.
Ich aktualisierte die vergangenen 13 Tage und brachte alles wieder auf den neuesten Stand. Was sich von außen vielleicht nach einer kleinen Aufgabe anhört, ist tatsächlich ziemlich zeitaufwendig. Für jeden einzelnen Tag müssen die Texte überarbeitet, die jeweilige Komoot-Route eingebettet, die Fotos aus der iCloud heruntergeladen und anschließend auf der Website hochgeladen und passend benannt werden. Insgesamt saß ich ungefähr vier Stunden daran.
Zum Glück war das Internet im Hostel schnell, sodass mir zumindest die Technik keine zusätzlichen Probleme bereitete. Nach mehreren Stunden konzentrierter Arbeit war schließlich alles wieder aktuell.
Am Abend ging ich noch einmal zum Fahrradladen und konnte mein fertiges Fahrrad endlich wieder entgegennehmen. Alle Speichen waren ausgetauscht und anschließend mit der richtigen Spannung angezogen worden. Mit großer Wahrscheinlichkeit lag die Ursache der wiederholten Speichenbrüche an der Felge, die mir nach Taiwan geschickt worden war. Vermutlich waren die Speichen bei der Montage in Deutschland nicht fest genug angezogen worden. Gerade bei einem schwer beladenen Reiserad ist die richtige Speichenspannung enorm wichtig – zu lockere Speichen können unter der dauerhaften Belastung irgendwann brechen.
Nun war ich jedenfalls froh, mein Fahrrad wieder vollständig und hoffentlich zuverlässig zurückzuhaben. Ich fuhr damit zurück zum Hostel, verstaute meine Sachen und gönnte mir nach diesem langen Arbeitstag noch ein Curry und Fertignudeln aus dem FamilyMart. Die fertigen Gerichte aus den japanischen Minimärkten sind nicht nur unglaublich praktisch, sondern auch ziemlich günstig und machen nach einem langen Tag ordentlich satt.
Danach schaute ich noch einen Film und ließ den Tag entspannt ausklingen. Morgen sollte es endlich wieder aufs Fahrrad gehen – und diesmal hoffentlich ohne weitere Reparaturpause.


