Von Wellington entlang der Westküste Richtung Norden
Am Morgen bereitete ich mir zunächst mein Müsli mit Joghurt und Obst zu. Anschließend packte ich meine Sachen zusammen, zog mich an und verließ das Hostel. Damit begann meine Fahrt durch den „Großstadtdschungel“ von Wellington.
Glücklicherweise gibt es in der Stadt sehr gut ausgebaute und gut ausgeschilderte Fahrradwege, sodass ich mich problemlos orientieren konnte. Um von Wellington an die Westküste der Nordinsel zu gelangen, musste ich zunächst einen größeren Berg überwinden.
Als ich schließlich an der Westküste ankam, führten mich mehrere schöne Fahrradwege weiter in Richtung Norden. Auch die Landschaft hatte sich spürbar verändert: Statt der vielen Schaf- und Rinderherden, die ich zuvor häufig gesehen hatte, dominierten nun vor allem dichte Büsche und grüne Hügel das Bild. Große Berge gibt es in dieser Region zwar kaum, aber die sanften, grünen Hügel ziehen sich dennoch stetig auf und ab.
Ab Waikanae endeten die Fahrradwege jedoch, und ich musste wieder auf die Hauptstraßen sowie teilweise auf den Highway 1 ausweichen. Dort war deutlich mehr Verkehr unterwegs, und immer wieder gab es Abschnitte ohne Seitenstreifen. Besonders wenn große Lastwagen vorbeifuhren, wurde es dadurch recht gefährlich.
Trotzdem ging es bei angenehmen Temperaturen von etwa 20 Grad und einem Mix aus Sonne und Wolken weiter entlang der vielbefahrenen Straßen in Richtung Palmerston. Nach knapp 140 Kilometern und über 1.000 Höhenmetern fand ich schließlich einen geeigneten Schlafplatz am Kahuterawa-Fluss.
Dort wusch ich mich im Wasser, baute mein Zelt auf und erledigte meine Abendroutine. Nach diesem langen Tag fiel ich schließlich müde ins Bett.



