Tag
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Frühstart, Fjordpanorama und eine unerwartete Mitfahrgelegenheit

Heute Morgen klingelte mein Wecker um 6:30 Uhr. Ich wollte früh los, denn bis 13:00 Uhr musste ich in Milford Sound sein – vor mir lagen noch 70 Kilometer und über 1.000 Höhenmeter.

Über dem Fluss neben meinem Zelt hing dichter Nebel, es war nur wenige Grad warm. Die Stimmung war magisch. Als ich losfuhr, ging langsam die Sonne hinter den Bergen auf. Der Nebel hing noch in den offenen Tälern und löste sich im goldenen Licht allmählich auf. Diese Atmosphäre war atemberaubend – und die frühe Abfahrt definitiv die richtige Entscheidung. Später am Tag hätte ich dieses Naturschauspiel verpasst.

Je weiter ich fuhr, desto spektakulärer wurde die Landschaft. Gewaltige Berge erhoben sich vor mir, Wasserläufe schlängelten sich durch die Täler. Gleichzeitig nahm jedoch der Verkehr immer mehr zu: Reisebusse, Camper und Mietwagen bewegten sich in Richtung Fjord.

Leider kam es auch zu gefährlichen Situationen. Mehrmals überholten LKWs in engen Kurven, während Gegenverkehr auftauchte. Einmal wurde ich so stark nach rechts gedrängt, dass ich abrupt bremsen musste. Ohne rechtzeitige Reaktion wäre das böse ausgegangen. Die schmalen Straßen ohne Seitenstreifen sind für Radfahrer wirklich riskant.

Schließlich erreichte ich den Pass auf etwa 950 Metern Höhe. Von dort hatte ich eine unglaubliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Kurz darauf kam der einspurige Tunnel. Zum Glück hielt der Tunnelwart den Verkehr für mich an, sodass ich ihn allein und sicher durchqueren konnte – eine große Erleichterung.

Es folgte eine rund 15 Kilometer lange Abfahrt: steil, rasant und landschaftlich wunderschön.

In Milford Sound angekommen, erwartete mich ein riesiger Trubel aus Autos und Bussen. Ich stellte mein Fahrrad am Fähranleger ab, zog mich schnell um und schaffte es tatsächlich noch auf die Fähre um 13:30 Uhr.

Die Bootstour durch den gewaltigen Fjord war beeindruckend. Riesige Felswände stürzten dramatisch ins Wasser, zahlreiche Wasserfälle rauschten herab, und sogar Robben konnte ich entdecken. Zwei Stunden dauerte die Fahrt – trotz des stolzen Preises von 80 € war sie jeden Cent wert.

Nach der Tour suchte ich die deutsche Familie, die mir am Vortag angeboten hatte, mich mitzunehmen. Doch auf keinem der Parkplätze konnte ich sie finden, und ohne Internet war auch keine Kontaktaufnahme möglich.

Also blieb mir nur noch das Trampen. Mit Fahrrad und mehreren Taschen ist das nicht einfach – besonders in einer Gegend voller Touristen. Viele lehnten ab. Doch nach etwa einer Stunde hatte ich Glück: Ein australisches Paar aus Perth hielt an. Sie waren mit einem großen Camper unterwegs, inklusive Fahrradträger. Wir befestigten mein Rad hinten am Fahrzeug, die Taschen kamen nach innen, und ich nahm auf der Rückbank Platz.

Sie fuhren zunächst zu einem Campingplatz etwa eine Stunde entfernt und boten an, mich am nächsten Morgen an der Stelle abzusetzen, an der ich wieder weiterfahren wollte. Die besonders gefährliche One-Way-Strecke wollte ich bewusst nicht noch einmal fahren – zum einen wegen der Verkehrssituation, zum anderen, weil ich sie ja bereits erlebt hatte.

Am Campingplatz angekommen, baute ich mein Zelt auf, kochte mir am Abend noch Nudeln und ging früh schlafen. Am nächsten Morgen wollten meine Mitfahrer zeitig aufbrechen – und ich war dankbar für diese unerwartete, aber perfekte Lösung.

Frühstart, Fjordpanorama und eine unerwartete Mitfahrgelegenheit

Heute Morgen klingelte mein Wecker um 6:30 Uhr. Ich wollte früh los, denn bis 13:00 Uhr musste ich in Milford Sound sein – vor mir lagen noch 70 Kilometer und über 1.000 Höhenmeter.

Über dem Fluss neben meinem Zelt hing dichter Nebel, es war nur wenige Grad warm. Die Stimmung war magisch. Als ich losfuhr, ging langsam die Sonne hinter den Bergen auf. Der Nebel hing noch in den offenen Tälern und löste sich im goldenen Licht allmählich auf. Diese Atmosphäre war atemberaubend – und die frühe Abfahrt definitiv die richtige Entscheidung. Später am Tag hätte ich dieses Naturschauspiel verpasst.

Je weiter ich fuhr, desto spektakulärer wurde die Landschaft. Gewaltige Berge erhoben sich vor mir, Wasserläufe schlängelten sich durch die Täler. Gleichzeitig nahm jedoch der Verkehr immer mehr zu: Reisebusse, Camper und Mietwagen bewegten sich in Richtung Fjord.

Leider kam es auch zu gefährlichen Situationen. Mehrmals überholten LKWs in engen Kurven, während Gegenverkehr auftauchte. Einmal wurde ich so stark nach rechts gedrängt, dass ich abrupt bremsen musste. Ohne rechtzeitige Reaktion wäre das böse ausgegangen. Die schmalen Straßen ohne Seitenstreifen sind für Radfahrer wirklich riskant.

Schließlich erreichte ich den Pass auf etwa 950 Metern Höhe. Von dort hatte ich eine unglaubliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Kurz darauf kam der einspurige Tunnel. Zum Glück hielt der Tunnelwart den Verkehr für mich an, sodass ich ihn allein und sicher durchqueren konnte – eine große Erleichterung.

Es folgte eine rund 15 Kilometer lange Abfahrt: steil, rasant und landschaftlich wunderschön.

In Milford Sound angekommen, erwartete mich ein riesiger Trubel aus Autos und Bussen. Ich stellte mein Fahrrad am Fähranleger ab, zog mich schnell um und schaffte es tatsächlich noch auf die Fähre um 13:30 Uhr.

Die Bootstour durch den gewaltigen Fjord war beeindruckend. Riesige Felswände stürzten dramatisch ins Wasser, zahlreiche Wasserfälle rauschten herab, und sogar Robben konnte ich entdecken. Zwei Stunden dauerte die Fahrt – trotz des stolzen Preises von 80 € war sie jeden Cent wert.

Nach der Tour suchte ich die deutsche Familie, die mir am Vortag angeboten hatte, mich mitzunehmen. Doch auf keinem der Parkplätze konnte ich sie finden, und ohne Internet war auch keine Kontaktaufnahme möglich.

Also blieb mir nur noch das Trampen. Mit Fahrrad und mehreren Taschen ist das nicht einfach – besonders in einer Gegend voller Touristen. Viele lehnten ab. Doch nach etwa einer Stunde hatte ich Glück: Ein australisches Paar aus Perth hielt an. Sie waren mit einem großen Camper unterwegs, inklusive Fahrradträger. Wir befestigten mein Rad hinten am Fahrzeug, die Taschen kamen nach innen, und ich nahm auf der Rückbank Platz.

Sie fuhren zunächst zu einem Campingplatz etwa eine Stunde entfernt und boten an, mich am nächsten Morgen an der Stelle abzusetzen, an der ich wieder weiterfahren wollte. Die besonders gefährliche One-Way-Strecke wollte ich bewusst nicht noch einmal fahren – zum einen wegen der Verkehrssituation, zum anderen, weil ich sie ja bereits erlebt hatte.

Am Campingplatz angekommen, baute ich mein Zelt auf, kochte mir am Abend noch Nudeln und ging früh schlafen. Am nächsten Morgen wollten meine Mitfahrer zeitig aufbrechen – und ich war dankbar für diese unerwartete, aber perfekte Lösung.