Ruhe am Meer und ein Tag voller kleiner Beobachtungen
Ausgeschlafen aufgewacht, begann ich den Tag mit einem Bad im Meer. Zwar war meine Nacht von kleinen Mücken immer wieder gestört worden, doch hatte ich mir diesen Tag bewusst als Entspannungstag am Meer eingeplant. So konnte ich mir zwischendurch noch einige Nickerchen gönnen und richtig zur Ruhe kommen.
Ich setzte mich auf einen durchlöcherten Felsen, stand bis zum Bauchnabel im Wasser und ließ die vergangenen achteinhalb Monate meiner Reise noch einmal gedanklich an mir vorbeiziehen. Während ich sehr nachdenklich in die Ferne dieser paradiesischen Umgebung blickte, liefen immer wieder kleine Einsiedlerkrebse über die Steine neben mir. Plötzlich spürte ich ein leichtes Pieksen am Rücken. Als ich mich nach vorne bewegte, stellte ich fest, dass auch in den Felslöchern Krebse lebten. Ein größerer Krebs wollte gerade aus seinem Versteck herauskommen und wunderte sich offenbar über das dunkle Hindernis direkt vor seiner „Haustür“.
Zur Mittagszeit ging ich zu den Betreibern des Strandes und bekam eine kleine Mahlzeit. Danach kehrte ich wieder an den Strand zurück, setzte mich in den Sand und beobachtete die vielen Einsiedlerkrebse, interessante Ameisen und anderes Getier. Hätte ich eine Schnorchelmaske dabei gehabt, hätte ich auch die bunten Fische an den Korallen beobachten können. So sah ich sie nur schemenhaft durch das leicht schimmernde Wasser.
Am Nachmittag zog ein größeres Gewitter auf, das mit starkem Regen einherging. Ich rettete mich in eine überdachte Holzhütte und beobachtete den Regen. Dabei sah ich mehrere Varane über den Weg laufen – Tiere, die ich hier zuvor noch nicht gesehen hatte. Als der Regen nachließ, ging ich zum Abendessen erneut zu den Strandbetreibern, die selbst sehr einfach in Holzhütten lebten, und bekam wieder eine kleine Mahlzeit.
Am Abend packte ich meine Sachen so, dass ich am nächsten Morgen den Ort problemlos verlassen konnte. Parallel organisierte der nette Indonesier für mich ein Taxi zurück zum Fährhafen.











