Ein Tag auf den Highways Malaysias – Begegnung mit Naim
Heute Morgen startete ich wieder früh auf die Straße. Da es auf diesem Abschnitt keine kleineren Straßen gab, musste ich den ganzen Tag über die Highways fahren. Das war etwas ermüdend, auch wenn ich zum Glück etwas Rückenwind hatte, der die Fahrt erleichterte.
Nach 50 km legte ich meine erste Pause bei einem kleinen Supermarkt ein. Bei 70 km traf ich dann auf einen anderen Radfahrer, der in die gleiche Richtung unterwegs war. Er hieß Naim und war Malaysier. Da ich gerade nach einem Ort suchte, um Mittag zu essen, schlug er vor, im nächsten Dorf gemeinsam etwas zu essen. Wir unterhielten uns nett über meine bisherige Reise und unser Leben im Allgemeinen. Als ich dann bezahlen wollte, sagte er einfach, dass er schon bezahlt habe – eine wirklich nette Geste.
So fuhren wir weiter, immer entlang des Highways. Naim war deutlich schneller unterwegs, da sein leichtes 14-Kilo-Klapprad im Vergleich zu meinem vollgepackten Reiserad leichter war. Wir trafen uns jedoch immer wieder bei Tankstellen, um eine kleine Pause einzulegen. Die Sonne brannte unerbittlich, die Hitze und der Asphalt machten die Fahrt besonders schweißtreibend.
Als ich Naim erzählte, dass ich heute Nacht wahrscheinlich am Strand schlafen würde, riet er mir dringend davon ab. Kurz darauf teilte er mir mit, dass er eine Unterkunft für mich organisiert habe – ein Ort, der speziell für Radfahrer gebaut wurde. Gemeinsam fuhren wir dorthin, und ich konnte mein Zelt in einem überdachten Raum aufstellen, sodass die Moskitos mich in der Nacht nicht quälen würden.
Später kam Naim mit seinem Auto vorbei, brachte mich zum Supermarkt, damit ich Vorräte für den nächsten Tag kaufen konnte, und ging anschließend mit mir Abendessen essen. Auch hier übernahm er wieder die Kosten – seine Gastfreundschaft war einfach unglaublich.
Nach einem langen Tag mit 163 km auf dem Tacho ging ich in mein kleines Baumhaus-Zelt zurück und genoss einen wohlverdienten Schlaf.


