Tag
1

Ankunft in Bangkok


Der heutige Tag begann wie die letzten Tage: Ich packte meine Sachen und verließ das tolle Apartment der letzten Nacht. Dann ging es wieder auf den Highway Richtung Bangkok.

Nach 20 km entdeckte ich direkt neben der Straße zwei große Buddha-Statuen. Die goldene Statue war wahrscheinlich Buddha selbst, die silberne Statue daneben ein treuer Mönch. Dieses beeindruckende Bauwerk faszinierte mich sehr und ließ meine Vorfreude auf Bangkok steigen – dort müsste ja noch viel mehr zu sehen sein. Ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Szenen mit meiner Hauptkamera für meine Doku einzufangen. Danach packte ich alles wieder ein und fuhr weiter.

Auf weiteren Kilometern durch ein Waldgebiet sah ich plötzlich Schilder, dass hier Elefanten die Straße kreuzen könnten. Auch wenn ich keinen der Elefanten zu Gesicht bekam, freute es mich zu wissen, dass sie hier irgendwo im Dickicht leben.

Nach 50 km machte ich eine Pause bei einem 7-Eleven und stärkte mich. Kaum wieder unterwegs, hörte ich im Straßengraben ein Rascheln und Knacken. Ich schaute zurück – und traute meinen Augen kaum: Vor mir stand ein riesiger Varan. Von der Schwanzspitze bis zum Kopf war die Echse etwa 2 m lang. Obwohl sie sehr eingeschüchtert war und sich schnell im Dickicht versteckte, blieb mir das Bild fest im Kopf. Vor Ort recherchiert, kam ich zu dem Ergebnis, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen indischen Varan handelte. Dieses Erlebnis werde ich so schnell nicht vergessen.

Nach 80 km legte ich wieder Mittagspause ein. Ich aß stärkenden Reis an einem Ort direkt neben der Straße, der eine Art Trucker-Buffet war.

Je näher ich Bangkok kam, desto mehr LKWs waren unterwegs, und der Verkehr wurde immer chaotischer. Im Stadtkern angekommen, herrschte ein wildes Durcheinander aus Rollern und Autos auf den zu engen Straßen. Die Ampeln waren oft 5 Minuten rot, was zusätzlich nervte, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits über 150 km auf der Uhr hatte.

Um den Stau zu umgehen, nutzte ich die Lücken zwischen den Autos wie die einheimischen Rollerfahrer. Das war teilweise sehr gefährlich und hätte eine falsche Reaktion fatal enden lassen können. Doch wer den Verkehr kennt und vorsichtig fährt, kommt auch gut durch.

Nach einer halben Ewigkeit mit Staus, langen Ampelphasen und waghalsigen Manövern erreichte ich endlich meine einfache Unterkunft. Mein Zimmer war klein, aber ausreichend und hatte einen fairen Preis. Direkt danach ging ich in eine der vielen Gassen, holte mir etwas zu essen, machte kurz Einkäufe und kehrte dann zurück, um meine typische Abendroutine zu erledigen. Müde fiel ich danach ins Bett.