Tag
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Auf dem Weg zur kambodschanischen Grenze – Hitze, Linksverkehr und Routine


Heute stand ich wieder früh auf und machte mich auf den Weg. Zunächst führte mich die Strecke durch dschungelartige Vegetation entlang einer schmalen Straße. Obwohl die Sonne schon früh sehr stark brannte und es schnell heiß wurde, sorgte das dichte Grün am Straßenrand für eine angenehme, natürliche Kühle.

Nachdem ich eine Stadt durchquert hatte und mich weiter in Richtung Grenze zu Kambodscha hielt, kam ich auf eine größere, gut geteerte Straße, der ich für einige Kilometer folgte. Immer wieder tauchten kleine Dörfer am Straßenrand auf – dazwischen lag endlose, gleichförmige Natur. So schön die Landschaft auch war, sie bot heute nur wenig Abwechslung, und der Tag verlief eher ruhig und gleichmäßig.

Ich hielt mehrmals bei einem 7-Eleven an, um Softdrinks und kleine Snacks zu kaufen. Nach etwa 75 Kilometern machte ich gegen Mittag Pause und aß eine leckere Portion Reis mit Gemüse und Eiern – einfach, aber wie immer sättigend und genau das Richtige bei der Hitze.

Am Nachmittag zogen einige dunkle Wolken auf, doch ich hatte Glück: Der Regen fiel entweder vor oder hinter mir, während meine Strecke trocken blieb. Der Straßenverkehr in Thailand ist jedoch deutlich intensiver und auch gefährlicher als in Vietnam oder Laos. Viele Autos, vor allem große Jeeps, rasen mit enormer Geschwindigkeit über die breiten Straßen – manchmal wirklich beängstigend.

Eine kleine Herausforderung ist für mich auch noch immer der Linksverkehr. Beim Abbiegen erwische ich mich manchmal dabei, dass ich instinktiv auf die rechte Seite fahre – merke es aber zum Glück schnell und korrigiere mich sofort. Langsam gewöhne ich mich wieder daran.

Nach 150 Kilometern fand ich schließlich eine Unterkunft und konnte den Preis von 500 auf 400 Baht (etwa zehn Euro) herunterhandeln. Ein gutes Gefühl nach einem langen Tag im Sattel. Zum Glück hatte ich heute keine Poschmerzen mehr – ich hatte gestern meine andere Fahrradhose angezogen und zusätzlich meine Spezialcreme verwendet, die besser schützt als einfache Vaseline. Das scheint Wirkung zu zeigen.

Am Abend aß ich noch etwas, wusch mein Trikot und meine Radhose kurz mit Wasser aus und legte mich schon früh – gegen 20:30 Uhr – ins Bett. Ich war müde vom Tag und wollte heute unbedingt früher schlafen, nachdem ich am Abend zuvor noch lange an meinen Kurzvideos und meinem Tagebuch gearbeitet hatte.