Tag
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Letzter Tag in Hội An – Souvenirs, Strand und ein bisschen Geiz


Auch heute ließ ich es ruhig angehen und schlief erst einmal aus. Nach dem Frühstück machte ich mich erneut auf den Weg durch die Altstadt von Hội An. Gestern hatte ich mir bereits einige Dinge gemerkt, die mir gut gefallen hatten – kleine, handgefertigte Souvenirs, die mich an diese Stadt erinnern sollten. Ich wollte jedoch erst eine Nacht darüber schlafen, um zu überlegen, ob ich sie wirklich brauche. Heute entschied ich mich dann: ja, ein paar kleine, aber feine Mitbringsel dürfen mit. So schlenderte ich durch die vertrauten Gassen, kehrte in einige Läden zurück und besorgte mir meine ausgewählten Stücke.

Zum Mittagessen suchte ich mir ein Restaurant abseits der touristischen Hotspots. Dort waren die Preise plötzlich wieder fair – und das Essen, wie so oft in Vietnam, richtig gut. Anschließend bestellte ich mir erneut ein Roller-Taxi und fuhr zum gleichen Strand wie am Vortag.

Dieses Mal wurde ich allerdings sofort abgefangen, als ich mich auf eine der Liegen legen wollte. Die Betreiber erklärten mir freundlich, dass die Liegen zu einem Restaurant gehörten und man dort etwas bestellen müsse. Da die Preise, wie erwartet, recht hoch waren, bestellte ich mir aus Prinzip das günstigste auf der Karte – eine Flasche Wasser. Damit sicherte ich mir für den Rest des Tages eine Doppelliege. Wahrscheinlich dachten sich die Betreiber: „Typisch deutscher Tourist – kommt her und spart an der falschen Stelle.“

Aber da es ohnehin genug freie Liegen gab und andere Touristen deutlich spendabler waren, hatte ich kein schlechtes Gewissen. Schließlich bin ich nicht nur für zwei Wochen unterwegs, sondern schon seit Monaten auf Reisen – und habe noch viele Kilometer vor mir. Da muss man einfach ein bisschen auf die Ausgaben achten. Wenn dann noch unerwartete Dinge wie ein Unfall dazukommen, ist das Budget schnell knapper, als man denkt.

Der Tag am Strand war trotzdem wunderschön. Die Wellen waren heute etwas kleiner, das Meer ruhig, und ich genoss die Sonne, das Rauschen und die kleine Pause vom ständigen Weiterziehen. Am Abend fuhr ich zurück in die Stadt, aß noch etwas und ließ meinen letzten Abend in Hội An ganz gemütlich mit einem Eis ausklingen.

Zurück in meiner Unterkunft packte ich bereits meine Taschen für den nächsten Tag, damit ich am Morgen früh starten konnte. Dann fiel ich zufrieden und gut erholt ins Bett – bereit für das nächste Kapitel meiner Reise.