Tag
1

Ein Ruhetag zwischen Parkidylle und Wäschereisuche


Heute ließ ich es ganz entspannt angehen. Zunächst widmete ich mich meinen Kurzvideos und meinem Reiseblog, die ich wieder auf den neuesten Stand brachte. Nach einigen Stunden am Laptop zog es mich hinaus in den nahegelegenen Park. Dort lag ein großer See, auf dem unzählige Chinesen ausgelassen in Tretbooten unterwegs waren – ein quirliges, beinahe chaotisches Treiben, das ich von einer Bank aus beobachtete und in Ruhe auf mich wirken ließ.

Eigentlich wollte ich im Anschluss noch einen weiteren Park besuchen, in dem ein Tempel stehen sollte. Doch das Gelände war komplett abgesperrt – fast wie ein Hochsicherheitstrakt. In China sind Baustellen meist mit hohen Wänden und Kunstrasen verkleidet, sodass man nicht erahnen kann, was dahinter geschieht. Vielleicht will man die Arbeitsbedingungen nicht allzu sichtbar machen.

So schlenderte ich stattdessen durch ein paar Seitengassen, die bald schmaler, dunkler und etwas heruntergekommen wirkten. Dort sollte es eine kleine Wäscherei geben – dringend nötig, da meine Radkleidung nach den letzten schweißtreibenden Tagen einmal gründlich gewaschen werden musste. Tatsächlich fand ich inmitten des Gassenlabyrinths einen winzigen Laden mit drei Waschmaschinen, in dem ich meine Sachen für umgerechnet einen Euro waschen konnte. Eine sehr günstige Lösung, zumal mir zuvor eine Wäscherei mitten in der Stadt empfohlen worden war, die für dasselbe stolze neun Euro verlangt hätte – eindeutig übertrieben für ein paar Radklamotten.

Nach diesem kleinen Abenteuer ging es für mich zurück ins Hotel, wo ich den Tag mit einem gemütlichen Filmabend ausklingen ließ.