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Ein Arbeitstag in Samarkand: Blogpflege, Registan und Magenbeschwerden

Heute Morgen gönnte ich mir etwas mehr Schlaf. Es stand kein Radfahren auf dem Plan, dafür aber einige Aufgaben, die ich bisher aufgeschoben hatte. Bereits am Vortag hatte ich die Kurzvideos der letzten Woche für meine Social-Media-Kanäle geschnitten und finalisiert. Heute widmete ich mich dem nächsten großen Punkt auf meiner Liste: der Aktualisierung meines Blogs für die vergangenen elf Tage.

Was zunächst einfach klingt, entpuppt sich schnell als aufwändige Arbeit. Die Tagebucheinträge müssen stilistisch überarbeitet, passende Bilder ausgesucht und anschließend alles Stück für Stück auf meiner Website eingefügt werden. Das kostet viel Zeit und erfordert Geduld.

Parallel sicherte ich meine Videoaufnahmen aus Usbekistan, die ich für zukünftige Dokumentationen aufheben möchte. Als ich schließlich alles abgeschlossen hatte, verspürte ich den Wunsch nach etwas Abwechslung – eine gute Gelegenheit, den Registan-Platz noch einmal in Ruhe zu besuchen. Da der Eintritt nicht ganz günstig ist, wollte ich mir nun wirklich Zeit für die Erkundung nehmen.

Die monumentalen Paläste und Medresen beeindruckten mich tief. Es ist ein Ort voller Geschichte und architektonischer Schönheit – ein Highlight meiner bisherigen Reise. Nach dem Besuch kehrte ich in meine Unterkunft zurück, denn es stand ein Online-Meeting mit dem Darmstädter Echo an. In dem Gespräch ging es um den nächsten Zeitungsbeitrag über meine Fahrradreise. Nach rund anderthalb Stunden war das Interview abgeschlossen.

Im Anschluss telefonierte ich mit einem guten Freund, den ich längere Zeit nicht gesprochen hatte. Die Pflege der Kontakte zu Freunden ist auf einer solchen Langzeitreise nicht immer einfach, aber umso wichtiger. Zum Glück bringen viele Verständnis dafür auf, dass ich unterwegs nicht jederzeit erreichbar bin.

Seit dem Morgen verspürte ich ein leichtes Unwohlsein im Magen. Ich vermutete, dass eine Falafelrolle vom Vortag nicht gut vertragen wurde. Das flaue Gefühl machte mich müde und bereitete mir leichte Kopfschmerzen. Deshalb legte ich am frühen Abend ein kurzes Powernap ein, bevor ich mich dem Abendessen widmete.

In der Unterkunft traf ich auch Vincent wieder – den deutschen Radreisenden, dem ich diese Unterkunft empfohlen hatte. Er war heute angekommen. Netterweise kochte er für uns beide ein einfaches, aber wohltuendes Gericht aus Hirse und etwas Gemüse. Das bekam meinem Magen deutlich besser.

Anschließend ging ich früh ins Bett, denn am nächsten Tag wollte ich meine Reise fortsetzen.