Tag
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Viele Berge, Regen, Kälte und am Abend ein schöner Schlafplatz am Meer

Am nächsten Tag setzte ich meine Reise in Richtung Antalya fort. Auch für diesen Tag war ein sehr großer Berg auf meinem Plan. Die ersten 50 Kilometer fuhr ich noch angenehm entlang der Küste, an zahlreichen Buchten, die eine schöner war als die andere. Das Wasser schimmerte in der Sonne in einem wunderschönen Türkis. Als es für mich dann auf den nächsten großen Anstieg ging, änderte sich das Wetter jedoch abrupt. Zunächst war es nur ein kurzer Schauer, doch bald darauf regnete es sich ein. Es war ein wenig unheimlich, auf einem Berg zu fahren, während über mir Blitze in die Bäume einschlugen, der Donner laut grollte und es durch den Regen immer kälter wurde. Da ich keine Lust hatte, meine Regenkleidung anzuziehen, wurde ich immer nasser. Ich hoffte, oben auf dem Berg eine Tankstelle zu finden, um mich aufzuwärmen und etwas zu essen. Die Tankstellen befanden sich jedoch nur auf der anderen Straßenseite, die durch eine Leitplanke blockiert war, sodass ich diese nicht erreichen konnte. Also musste ich den Berg noch ein Stück weiter hinunterfahren.

Bei einem kleinen Supermarkt hielt ich an und kaufte etwas zu essen. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch bereits ziemlich durchnässt und fror stark. Ich fragte die Besitzer des Kiosks, ob sie einen warmen Raum hätten, in dem ich mich ein wenig aufwärmen könnte. Sie luden mich freundlicherweise zu sich nach Hause ein, schalteten den Ofen ein und servierten mir eine warme Suppe mit leckerem Salat. Nach etwa einer Stunde war ich wieder aufgewärmt und trocken.

Dann setzte ich meine Fahrt fort, fuhr den Berg weiter hinunter und kam meinem Ziel, Antalya, immer näher. Nach vielen Höhenmetern und 120 Kilometern erreichte ich schließlich einen Campingplatz kurz vor Antalya. Dort kochte ich abends meine Nudeln am Strand und genoss meinen letzten richtigen Tag am Mittelmeer.