Tag
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Ein Morgen an der Küste und ein weiter Weg durchs Inland

Am frühen Morgen erwachte ich an meinem idyllischen Zeltplatz mit freiem Blick auf das Mittelmeer. Den Sonnenaufgang hinter leichten Wolken genoss ich bei meinen morgendlichen Keksen, einigen Sesamringen und frischem Obst. Anschließend ließ ich die neue Drohne noch einmal steigen, um spektakuläre Aufnahmen für meinen kommenden Film zu gewinnen. Obwohl die Nacht unruhig war und ich mich zunächst etwas schlapp fühlte, hellte sich meine Stimmung rasch auf, sobald ich in die Pedale stieg.

Meine Route führte mich nun etwas landeinwärts, wo eine Reihe sanfter, aber langgezogener Hügel zu überwinden waren. Der mühsame Aufstieg lohnte sich bei jeder Abfahrt: Die Aussicht auf die Küste, die flachen Landstraßen und die malerischen Dörfer mit ihrem lebhaften Alltagsgeschehen entschädigten für jede Anstrengung. In den engen Gassen erhielt ich ungewohnte Einblicke in das türkische Wohnen und Leben – Eindrücke, die ich ohne mein Fahrrad nie gewonnen hätte. Bei einer Rast an einer Tankstelle kam ich mit einem Einheimischen ins Gespräch, der fasziniert von meinem Reiserad war.

Gegen 17:00 Uhr erreichte ich eine kleine, von Pinien gesäumte Bucht zwischen Akçay und Bahçelievler, die mir als heutiger Schlafplatz dienen sollte. Die milde Nachmittagssonne lud zu einem kurzen Abstecher in den Supermarkt ein, wo ich mir ein Eis gönnte und bereits mein Frühstück für den nächsten Morgen besorgte. Beim magischen Farbenspiel des Sonnenuntergangs über dem Meer saß ich lange am Ufer, bevor die Temperaturen mit Einbruch der Dunkelheit merklich sanken.