Heute startete ich ganz entspannt in Dubrovnik und fuhr durch wunderschöne Landschaften, abseits der großen Straßen. Nach etwa 40 Kilometern erreichte ich bereits die Grenze zu Montenegro.
Da ich bei der Einreise von Bosnien-Herzegowina nach Kroatien sehr gründlich kontrolliert worden war, hatte ich mich diesmal auf eine ähnlich strenge Kontrolle eingestellt. Doch das blieb aus. Die Grenzbeamten schienen eher gelangweilt und wenig motiviert, ihr Wärterhäuschen zu verlassen – vielleicht auch wegen des leichten Nieselregens und der tiefhängenden Wolken in den Bergen. Mir kam das natürlich sehr gelegen, denn so konnte ich schnell weiterfahren.
Landschaftlich unterscheidet sich Montenegro nicht allzu stark von Kroatien, doch mir fiel auf, dass es hier deutlich grüner und bewachsener ist, während Kroatien eher von felsigen Landschaften geprägt war. Allerdings sind die Straßenverhältnisse für Radfahrer weniger ideal: Viele Strecken führen über große Hauptstraßen, und es gibt zahlreiche lange Baustellen. Oft fährt man als Radfahrer direkt auf einer zweispurigen Fahrbahn zwischen den Autos und wird dabei schnell zum Hindernis. Trotzdem ließ sich die Fahrt gut bewältigen.
Nach 110 Kilometern und 1.300 Höhenmetern erreichte ich schließlich die Gegend um Petrovac na Moru. Dort stellte ich mein Zelt auf einer Art Geröllhalde auf und ließ den Tag ausklingen.



