Tag
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Ein Tag auf dem Wasser – Inseln, Kajaks und Karstfelsen 
 
 
Heute stand ich wieder früh auf, denn für diesen Tag hatte ich mir bereits am Vortag einen Ausflug gebucht. Pünktlich am Morgen holte mich ein Shuttlebus direkt an meiner Unterkunft ab und brachte mich zum Bootsanleger. Dort versammelte sich unsere gesamte Gruppe, und kurz darauf legten wir mit dem Boot ab. 
 
Zuerst fuhren wir durch die Lang-Ha-Bucht, die der berühmten Halong-Bucht in nichts nachsteht: zahllose Karstfelsen ragen wie grüne Türme aus dem Meer und lassen die Landschaft fast unwirklich erscheinen. Nach einiger Zeit hielten wir an einem kleinen, malerischen Strand auf einer der Inseln. Hier konnten wir schwimmen gehen – das warme Meer war eine willkommene Erfrischung in der tropischen Hitze. 
 
Weiter ging es durch die Inselwelt, bis wir schließlich in Kajaks umstiegen. Diese Stunde war für mich ein besonderes Highlight, denn aus dem Kajak erlebte ich die Landschaft noch viel intensiver. Lautlos glitt ich übers Wasser, konnte selbst entscheiden, wohin ich paddeln wollte, und fühlte mich ganz nah an der Natur. 
 
Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir zu einer sogenannten „Affeninsel“. Dort war tatsächlich ein Affe zu sehen, insgesamt wirkte der Stopp aber sehr auf Touristen zugeschnitten und nicht so reizvoll wie die anderen Orte. Dafür bot die Insel einen schönen Strand, an dem wir noch einmal länger schwimmen konnten – bei der Hitze ein echter Segen. 
 
Am Abend brachte uns das Boot zurück zur Insel Cát Bà. In meiner Unterkunft angekommen, schwang ich mich noch einmal auf mein Fahrrad und fuhr zum Strand, um den Sonnenuntergang zu filmen. Der Himmel färbte sich in kräftigen Orange- und Rottönen über den bizarren Felsformationen – ein wunderschöner Abschluss des Tages. 
 
Zurück in meinem Zimmer packte ich meine Taschen, denn am nächsten Morgen wollte ich mit dem Boot weiter nach Hanoi fahren. Mein Fahrrad und das Gepäck konnte ich solange sicher in der Unterkunft unterstellen.