Tag
1

Ausgeschlafen begann ich den Morgen und griff als Erstes zu meinem Handy. Die erste Nachricht, die mich erreichte, war eine Überraschung: Mein Vater hatte mir einen Zeitungsartikel aus dem Darmstädter Echo über meine Reise geschickt. Diese unerwartete Aufmerksamkeit machte meinen Morgen umso schöner.

Bevor ich in den Tag startete, holte ich noch schnell Brötchen und Aufstrich im Supermarkt – dabei wurde ich allerdings komplett durchnässt. Es stürmte und regnete heftig, und ich war einfach nur froh, die Nacht im Trockenen verbracht zu haben, anstatt bei diesem Wetter unterwegs sein zu müssen.

Als sich der Regen etwas legte, fuhr ich mit meinem Fahrrad zum Hafen von Dubrovnik und nutzte die Gelegenheit, mir die Stadt noch einmal genauer anzusehen. Die Architektur ist wirklich beeindruckend, und die Lage direkt am Mittelmeer macht sie besonders reizvoll. Allerdings ist der Straßenverkehr sehr chaotisch und für Fahrräder völlig ungeeignet – ich sah auch kein einziges anderes Fahrrad. Fast alle waren mit dem Auto oder Motorrollern unterwegs.

Am Morgen hatte ich festgestellt, dass mein Fahrradständer vermutlich durch die hohe Belastung meines Gepäcks gebrochen war. Daher suchte ich einen Fahrradladen auf. Leider war der Mechaniker dort äußerst unfreundlich und machte den Eindruck, als wäre ich ihm lästig. Er zeigte wenig Interesse, mir zu helfen, und konnte mir weder eine Lösung noch einen Ersatz anbieten. Das war eine enttäuschende Erfahrung. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als den Schaden in den nächsten Wochen im Auge zu behalten und hoffentlich bald einen passenden Ersatz zu finden.

Nach diesem wenig erfreulichen Erlebnis setzte ich mich in ein Restaurant, bestellte eine Pizza und genoss die wunderschöne Aussicht auf den Hafen von Dubrovnik.

Zurück im Hostel nutzte ich die Zeit, um meine gesamte Radkleidung zu waschen. Zudem überprüfte ich mein Fahrrad gründlich: Ich zog alle Schrauben nach, spannte den Riemen nach, reinigte es und machte es für die kommenden Tage wieder einsatzbereit. Außerdem sicherte ich die Aufnahmen meiner Kameras und erstellte Backups.

Am Abend schnitt ich meine täglichen Kurzvideos, schrieb mein Tagebuch und packte meine Sachen für die nächsten Etappen zusammen.

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