Tag
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Heute bin ich aus Gemmingen aufgebrochen und wurde sofort von vielen Hügeln begrüßt. Mein Ziel war Stuttgart. Nach vielen Kilometern und einigen Höhenmetern, die ich deutlich in meinen Beinen spürte, kam ich schließlich in Stuttgart an. Bei einer kurzen Rast traf ich auf Spaziergänger, mit denen ich ins Gespräch kam. Der Mann des Pärchens fragte mich, wohin meine Reise führt. Als ich ihm meine Pläne erzählte, sagte er, dass er diese sehr gut findet und selbst aus der Nähe von Kapadokien stammt, durch das ich ebenfalls fahren möchte. Er gab mir noch einige wertvolle Tipps zur türkischen Kultur und der faszinierenden Landschaft. Nach diesem netten Gespräch setzte ich meine Reise fort, durch den Großraum Stuttgart in Richtung Göppingen.

In Göppingen hoffte ich, endlich von den Vororten und Ausläufern Stuttgarts in eine ländlichere Gegend zu gelangen, aber leider war dem nicht so. Daher konnte ich auch nicht bei einem Bauernhof nachfragen, ob ich dort mein Zelt aufschlagen könnte. Eine Jugendherberge war ebenfalls nicht in erreichbarer Nähe. Da es inzwischen schon dunkel war, holte ich mir eine Portion Pasta bei Domino’s, um mir das Kochen im Dunkeln zu ersparen und direkt in meinen Schlafsack zu fallen.

So machte ich mich auf den Weg zurück, ein Stück vor Göppingen zu einem Feld. In Google Maps hatte ich eine alte Jägerhütte entdeckt, die sich in einer Sackgasse auf einem Hügel über Göppingen befand. Dort wollte ich mein Zelt aufbauen, weil ich davon ausging, dass dort nicht viele Menschen vorbeikommen würden. Auf dem Weg dorthin begegnete ich zwei Spaziergängern mit Hund. Ich sprach kurz mit ihnen und nutzte die Gelegenheit, sie zu fragen, ob sie vielleicht einen guten Schlafplatz für mich wüssten. Die Frau bot mir an, in ihrem Garten zu übernachten. Sie sagte, ich solle zum 100 Meter entfernten Haus ihrer Familie gehen und dem Mann erklären, dass sie mir das erlaubt hatte. Der Mann war jedoch skeptisch und misstrauisch, als ich klingelte. Ich merkte schnell, dass er mit dem Plan seiner Frau nicht einverstanden war und mich weder im Garten noch im Haus haben wollte.

Also setzte ich meinen Weg fort und machte mich auf den Weg zur Jägerhütte am Feldrand. Ich baute mein Zelt geschützt hinter der Hütte auf und konnte beim Aufbauen den klaren Sternenhimmel genießen.

Am nächsten Morgen wachte ich früh um 6:30 Uhr auf, aß zwei Brote, die ich mir am Vortag beim Landwirt geschmiert hatte, und beobachtete, wie die Sonne langsam hinter dem Nebel und den Wolken im Tal der Hügel aufging. Diese besondere Gelegenheit nutzte ich, um die atemberaubende Szene mit meiner Drohne zu filmen.