
Blog Tag 127
Heute stand ich etwas früher auf, um den Tag voll fürs Radfahren zu nutzen. Nach einem schnellen Frühstück packte ich meine Sachen, verabschiedete mich herzlich von der Gastgeberin – eine wahre gute Seele – und machte mich auf den Weg. Ihr Gästehaus trägt den passenden Namen „Sunny Valley“, der ebenso warmherzig war wie ihr Empfang.

Blog Tag 126
Heute ließ ich es ruhig angehen und schlief einmal aus. Um 9:00 Uhr gab es ein einfaches, aber reichhaltiges Frühstück: Brot mit Marmelade und Honig, Spiegelei sowie Tomate und Gurke. Ich wurde gut satt und startete entspannt in den Tag.

Blog Tag 125
Heute wachte ich ganz gemütlich am Strand auf – die Sonnenstrahlen fielen durch mein Zelt, das Rauschen des Wassers sorgte für eine friedliche Atmosphäre. Ich frühstückte etwas Brot mit Erdnussbutter, packte mein Lager zusammen und machte mich auf den Weg.

Blog Tag 124
Eigentlich wollte ich heute früh raus, doch mein Körper hatte andere Pläne. Den Wecker um 5:30 Uhr hörte ich gar nicht – stattdessen wachte ich erst gegen 8:00 Uhr auf. Als ich das Zelt öffnete und in den Himmel schaute, sah ich, dass die Nacht Regen gebracht hatte. Ein schneller Check der Wetter-App verriet mir, dass in wenigen Minuten der nächste Schauer bevorstand.

Blog Tag 123
Heute Morgen klingelte der Wecker bereits um 6:00 Uhr. Nach einem kräftigenden Frühstück – Porridge mit Apfel – packte ich meine Sachen und machte alles abfahrbereit. Gegen 8:00 Uhr verabschiedete ich mich ein letztes Mal von HaiDOS, dem Fahrradmechaniker, der mir in den letzten Tagen wirklich eine große Hilfe war. Die Möglichkeit, kostenlos bei ihm zu übernachten, meine Ausrüstung sicher zu lagern und bei technischen Fragen einen Experten direkt vor Ort zu haben, war ein absoluter Glücksfall für mich.

Blog Tag 122
Heute Morgen um 7:00 Uhr kam ich nach meinem zehnstündigen Flug wieder in Bischkek an – mit dabei: mein repariertes Fahrrad mit neuem Rahmen und einigen neuen Anbauteilen. Geflogen bin ich mit AJet, auf beiden Strecken. Leider konnte ich während des Flugs kaum schlafen – die Sitzabstände waren für meine Größe einfach viel zu eng, sodass meine Knie ständig gegen den Vordersitz drückten. Ein wenig Schlaf ging dann aber doch, bevor wir in Kirgistan landeten.

Blog Tag 121
Heute stand Organisation pur auf dem Programm: Flug für morgen buchen, Fahrrad in die Transportbox verpacken und alle weiteren logistischen Dinge klären. Ich nahm mir außerdem die Zeit, alle Taschen auszupacken und systematisch durchzugehen, was ich tatsächlich brauche – und was wieder mit nach Deutschland kann.

Blog Tag 120
Nach dem gestrigen Desaster in den Bergen entschied ich mich, den Weg nach Bischkek per Taxi zu bewältigen. Eigentlich wären es nur noch 350 km gewesen – jetzt, nach der Umkehr, waren es wieder 650 km. Mit der anstehenden Generalüberholung meines Fahrrads und der ohnehin angespannten Situation wollte ich nichts mehr riskieren.

Blog Tag 119
Trotz neun Stunden Schlaf fühlte ich mich am Morgen seltsam benebelt und träge. Mein Körper wirkte schlapp, mein Kopf unklar – keine gute Voraussetzung für einen Tag in den Bergen. In der Nacht hatte ich stark geschwitzt und spätestens bei meinem morgendlichen Toilettengang wurde mir klar, woran es lag: Das Essen der Familie, die mich am Vorabend eingeladen hatte, war wohl doch nicht ganz gut gewesen.

Blog Tag 118
Ich wachte heute vom Zwitschern der Vögel auf – ein friedlicher Start in den Tag. Ohne lange zu zögern, sprang ich direkt in den See neben meinem Schlafplatz und schwamm eine Runde. Der kühle Morgenschwumm war erfrischend und belebend – genau das Richtige, um wach zu werden. Anschließend begann mein richtiger Einstieg in die kirgisischen Berge. Anfangs war der Weg noch asphaltiert, doch das änderte sich bald – wie so oft wurde aus Teer wieder Offroad-Schotterpiste.
Blog Tag 117
Heute war ein ganz besonderer Tag: Mein 21. Geburtstag – und wie sollte ich ihn anders verbringen als auf dem Fahrrad! Alles war gesattelt, die Taschen gepackt, der Abschied im Hostel gemacht. Es ging los – auf Richtung Bischkek. Doch der Tag hatte es in sich: 40 Grad in der prallen Sonne, kaum Schatten und die gefühlt endlosen Hügel verlangten mir einiges ab.

Blog Tag 116
Auch heute gönnte ich mir noch einen Erholungstag in Osh. Die letzten Wochen waren intensiv – körperlich wie mental – und ich merkte, wie gut mir dieser ruhigere Rhythmus tat. Ich nutzte die Zeit, um meine Kurzvideos der vergangenen Etappen zu schneiden. Die vielen Eindrücke in kompakte Clips zu bringen, hilft mir auch, Erlebtes zu verarbeiten.
Blog Tag 115
Heute stand zur Abwechslung einmal kein Pass, kein Zeltaufbau und keine staubige Straße auf dem Programm – sondern Bildschirmarbeit. Ich widmete mich meinem Blog und verbrachte mindestens acht Stunden damit, Texte zu überarbeiten, Bilder auszuwählen und alles hochzuladen. Durch das langsame Internet in Osh wurde das Einfügen der Bilder zur Geduldsprobe. Der Text hingegen ließ sich vergleichsweise unkompliziert einfügen. Es ist schon interessant, wie viel Arbeit hinter einem einzelnen Beitrag steckt – vor allem, wenn man alles unterwegs macht.

Blog Tag 114
Ausgeschlafen und mit einem Müsli samt frischem Obst und Joghurt gestärkt, startete ich in den Tag – bereit für die nächste Herausforderung: ein durchgehender Anstieg von 900 Höhenmetern auf 18 Kilometern. Kein Spaziergang, aber auch nichts, was ich nicht schon in anderer Form erlebt hätte. Stück für Stück schraubte ich mich nach oben. In der angenehmen Luft zwischen 1000 und 2000 Metern ließ sich trotz Anstrengung gut atmen. Es ist faszinierend, wie schnell man wieder Höhe gewinnt, wenn man einfach dranbleibt.

Blog Tag 113
Nach dem kräftezehrenden Tag gestern startete ich heute meine Weiterfahrt in Richtung Osh. Es ging direkt bergig los, aber nach den ersten Höhenmetern kam die Belohnung: eine langgezogene, fast schon meditative Abfahrt. Von 3200 m auf 2200 m – und das auf wunderbar geteertem Asphalt. Ein echter Genuss! Ich konnte einfach mal rollen lassen, die Landschaft rechts und links in mich aufsaugen und endlich mal wieder entspannt fahren. Das hatte ich in dieser Form zuletzt in Georgien erlebt.

Blog Tag 112
Heute war es so weit: Der große Tag, an dem ich Tadschikistan verlassen und nach Kirgistan einreisen würde. Aber wie so oft beginnt das Abenteuer nicht an der Grenze, sondern schon viel früher. Der erste Anstieg des Tages brachte mich auf etwa 4200 Meter – anstrengend, aber machbar. Die Aussicht auf den türkisblauen Karakul-See wurde mit jedem Höhenmeter beeindruckender. Danach ging es in ein wunderschön geformtes Bergtal, dessen Szenerie fast surreal wirkte.
